Über Valentin – Der Mann hinter ExoticLoonz & ThirtyThreeRooms

– Looner, Produzent, Kameramann, Visionär. Der Godfather of Ballonfetisch-Videos plaudert aus dem Nähkästchen –

Kannst Du Dich zunächst kurz vorstellen?

Ich bin Valentin, 33 Jahre, hetero, männlich und komme aus Sankt Petersburg (klingt ein wenig wie eine Anzeige bei einer Dating-Seite nicht wahr?). Beruf? Ich bin Art Directory in einer Werbeagentur und JA ich bin ein Looner und der Typ hinter der Kamera bei ExoticLoonz und ThirtyThreeRooms.

Erzähl uns ein wenig mehr über Dich und Deine Seite als Looner. Deine Hintergrundgeschichte, Vorlieben, etc.

Die meisten Looner haben eine ähnliche Hintergrundgeschichte daher bin ich nicht ganz sicher ob meine, eher gewöhnliche Story, viel Aufmerksamkeit bedarf. Seit meiner Kindheit habe ich mich irgendwie zu Ballons hingezogen gefühlt. Das hat mich irritiert und ich dachte ich bin irgendwie seltsam, bis ich andere Looner kennengelernt habe und so weiter und so fort. Es gab keinen bestimmten Anfang für meine Vorliebe, keine schmerzhafte Erfahrung oder Ähnliches. Ich habe mein Geheimnis immer bewahrt und niemand außerhalb der Looner-Community weiß davon.

Ich bin SemiPopper. 24“ Ballons zu reiten und SitPopping sind das Beste überhaupt. Zu meinen Lieblingsballons gehört der CATTEX 32“ Longneck und der CATTEX Giant Doll. Verdammt, die sind einfach so gut!

Ein bisschen steh ich auch auf PoolToys, aber nur im Zusammenhang mit ganz bestimmten Popping-Szenen.

Wie lange sind Oxana und Du bereits ein Paar und wie habt Ihr Euch überhaupt kennengelernt?

Bald sind es 12 Jahre. Wir haben auf der gleichen Schule unseren Abschluss gemacht, kannten uns damals aber nicht. Erst auf einem späteren Schultreffen wurden wir einander vorgestellt. Für mich war es Liebe auf den 1.Blick. Aber es hat ein wenig gedauert Oxana zu beweisen, dass ich ihr Mr.Right bin.

Wie war es als Du ihr erzählt hast, dass Du ein Looner bist?

Eigentlich hatte ich das gar nicht vor. Es war zuvor immer mein Geheimnis. Das war ich gewohnt und dachte, dass ich es niemals jemandem erzählen werde.

Nach einigen Jahren unserer Beziehung kam mir an einem  Tag auf einmal der Gedanke – Warum zum Teufel verheimliche ich das vor ihr? Was kann schon schief gehen, wenn ich ihr die Wahrheit erzähle? Also hab ich ihr alles erzählt. Über mich, über den Fetisch, über die Community. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich jemals so nervös war. Oxana war geschockt, aber (Gott sei Dank) auf eine gute Art und Weise. Sie konnte nicht glauben, dass ich mir das nicht einfach ausgedacht habe und der Ballonfetisch tatsächlich existiert. Also habe ich ihr daraufhin ein paar Videos gezeigt. Es war wundervoll, wie schnell und einfach sie diesen Teil von mir akzeptierte. Am nächsten Tag war unser Schlafzimmer voller Ballons und wir haben ein neues Kapitel in unserer Beziehung aufgeschlagen.

Ich werde oft gefragt, wie man am besten seiner/em Partner/in erzählt, dass man ein Looner ist. Wie Ihr seht, meine Erfahrung ist irrelevant. Alles was ich sagen kann, ist dass Ihr ein wenig Vertrauen in Eure/n Partner/in haben solltet was solche Dinge betrifft.

Wie kam es dazu, dass Du angefangen hast Looner Content zu produzieren?

Glaubt es oder nicht, aber es war Oxana, die vorgeschlagen ein Fotoschooting mit Ballons zu machen. Nur für mich, natürlich. Es war nichtmal eine Woche nachdem ich mich ihr offenbart habe. Ich fühlte mich wie in einem Tagtraum, weil alles was ich mich nicht einmal getraut habe zu träumen, in diesem Moment Wirklichkeit wurde. Oxana genoss es mich auf unvorhersehbare Art und Weise zu manipulieren und wollte alles ausprobieren, was mir mit Luftballons gefiel. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich große Ballons gekauft (Gemar 27“), sie sahen so riesig aus und wir haben ein schönes Fotoset gemacht. Es war fantastisch.

Als ich 2005 anfing importierte Ballons in Russland anzubieten, habe ich Oxana gefragt, ob sie Produktfotos machen möchte. Wir haben diverse Shootings mit QUALATEX 24“,  BELBAL 14“ und ein paar anderen Luftballons gemacht. Es waren ganz simple Produktfotos, aber ich habe enorm viel positives Feedback deswegen bekommen. Looner aus der ganzen Welt haben mich gefragt, ob ich noch mehr Fotos mit Oxana machen könnte.

Natürlich fühlten wir beide uns sehr geschmeichelt und haben angefangen verschiedene Shootings zu machen, welche wir dann bei VK veröffentlichten. Das war eine super Zeit und bis heute behandle ich manche dieser Sets als wahre Edelsteine. Aus irgendeinem Grund hatte sie schon von Anfang an ein natürliches Gespür für den Fetisch und wir hatten ein tiefes, inniges Verständnis davon, was wir von einem Looner-Foto erwarteten. Ich musste lediglich ein Set vorbereiten und die Kamera anmachen – und da haben wir das Meisterstück.

Die Idee Looner Clips zu produzieren war genau so offensichtlich, wie auch spontan. Keine Vorbereitungen, keine Diskussionen, kein Plot. Frei nach dem Motto: „Okay, lass es uns einfach probieren, macht bestimmt Spaß“ und es hat Spaß gemacht! Das Feedback war so inspirierend, dass wir beschlossen haben auch weiterhin Looner Videos zu produzieren. So ist ExoticLoonz entstanden.

Steckt eine Geschichte hinter dem Namen „ExoticLoonz“?

Zunächst war dies der Name meines Online-Ballonshops. Für mich (und für viele andere Russen) waren alle Ballons, welche größer als 14“ waren, exotisch. Diese hatte ich bisher angeboten. Nachdem ich die ersten Bilder von Oxana mit Ballons gepostet habe, sind viele Leute meiner VK Gruppe beigetreten, um neue Fotos von ihr zu sehen. Als es also darum ging unserem Studio einen Namen zu geben, haben wir nicht lange gezögert. Es hat zwar ein wenig Umstände bereitet, aber zu dem Zeitpunkt hätte ich niemals erwartet, dass unsere Looner-Video-Produktion einmal so seriös wird.

Wieso habt Ihr Euch dann dazu entschlossen mit ExoticLoonz aufzuhören?

Wie Ihr wisst, hatten wir mit ExoticLoonz echt Erfolg. Unser Clips4Sale-Store war immer unter den Top 3. In den drei Jahren, in welchen EL online war, haben wir fast 300 Videos produziert, ganz „normale“, sowie auf Kundenwunsch. Viele Studios und Models haben versucht unseren Stil und unsere Ideen zu kopieren. Also wenn doch alles so gut lief, warum zur Höllen haben wir dann unseren Store geschlossen?

Ganz einfach, weil wir beide irgendwann realisiert haben, dass  wir es haben schleifen lassen. Erinnert Ihr Euch, dass ich gesagt habe, dass die Zeit, als wir einfach so Fotoshootings gemacht haben, super war? Purer Spaß und voller Kreativität, wir hatten jeden Tag neue Ideen und es war null Kommerz. Nach nur drei Jahren haben wir uns in ein kommerzielles Studio entwickelt, welches zwei Updates pro Wochen veröffentlicht hat und Clips einer Serie z.B. „Full Contact“ trugen bereits die Ziffer 5. Die Grenzen von ExoticLoonz wurden erreicht. Wir haben nichts Neues mehr gemacht und nur unsere alten Ideen wiederholt.

Natürlich kannst Du jetzt sagen: „Na und? Einige Studios produzieren Clips mit immer wiederkehrenden Skripts in dem immer gleichen Räumlichkeiten und scheinen damit Profit zu machen“. Nein, sorry, wir haben nicht vor so wie sie zu werden. Es ist einfach so verdammt langweilig.

Ihr müsst verstehen, dass Looner Content zu produzieren nicht unser Hauptberuf ist. Es ist eher wie ein Familienhobby. Wir machen es um unsere Leidenschaft für den Ballonfetisch zu füttern, um noch verborgene Seiten zu entdecken, um Grenzen der Emotionen auszuloten, welche mit Hilfe von Fetischvideos oder Fotos transportiert werden.

Wir haben keinen genauen Plan, wir machen einfach mal und schauen ob unseren Fans das Ergebnis gefällt oder nicht. Wir sind dazu bestimmt in dunkle Gefilde vorzudringen, permanent neue Ansätze zu testen und Neues zu kreieren, welches weit weg von gewöhnlichem kommerziellem Kram ist.

Das ist es, was wir gerne machen.

Ist das also quasi die Grundidee von „ThirtyThreeRooms“?

Ja, so ziemlich. Wir wollten ein Konzept für eine Looner Seite erschaffen, welche uns nicht in unserer Experimentierfreude einschränkt. Neue gemütliche Locations für jeden Raum, kein Limit für Ballons, Helium, speziell angefertigte Pooltoys, eine große Auswahl an Outfits und viel Fotoequiment. Ehrlich mal, ich muss zu jedem Shooting 100 kg+ an Kram schleppen. Aber jetzt können wir so gut wie alles machen, was wir uns vorstellen .

Natürlich ist TTR im Hinblick auf die Kosteneffizienz absolut irrsinnig. Wenn wir einen Buchhalter hätten, würde er sicher sagen: „Ihr habt vor $1.500+ für ein einziges Shooting auszugeben?? Seid Ihr völlig verrückt? Ihr werdet damit niemals Profit machen“. Scheiß drauf, aber es wird Spaß machen! Wir werden ein Penthaus mieten, es mit riesigen Balloons bis zur Deck füllen, ein Catsuit aus Latex anziehen, das Licht einstellen und diese Session mit insgesamt fünf Kameras gleichzeitig in Slow Motion filmen und das nur, weil WIR ES WOLLEN!

Darum geht es bei TTR. Es ist ein Labor, eine Testanlage für unserer Visionen.

Während wir uns mit einem Raum beschäftigen, haben wir noch keine Idee, wie der nächste Raum aussehen und werden könnte.

Obwohl dieses Konzept sehr ungewöhnlich sein mag, haben Jan und Du von Anfang an an TTR geglaubt. Ich vermute mal, dass es daran liegt, dass Ihr genau so verrückt seid, wie wir. Danke für Eure große und vielseitige Unterstützung. Zusammen werden wir sicher noch mehr großartige Projekte auf die Beine stellen.

Habt Ihr vor irgendwelche Kooperationen mit anderen Studios/Models einzugehen?

Ich denke das ist unvermeidlich, obwohl wir bisher noch keine genauen Pläne oder geeignete Kandidaten dafür im Kopf haben. Wie Ihr seht, sind unsere Visionen und Ansätze ziemlich ungewöhnlich, daher müssen wir erst jemanden finden, der ähnlich tickt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass so einige Männer und Frauen auch männliche Models in Looner-Clips begrüßen würden. Hast Du jemals darüber nachgedacht vielleicht auch selbst mal in dieser Richtung aktiv zu werden?

Also, ehrlich gesagt, wenn ich meinen Facebook Feed öffne, sehe ich dutzende Männer, wie sie Videos von sich posten, während sie Spaß mit Ballons haben. Das Gleiche passiert bei YouTube. Die Hälfte des Inhaltes gepostet mit dem Hashtag #looner ist männlich. Also der Anteil an Loonern, welche weiblich oder homosexuell sind, dürfte überwältigt davon sein. Nicht zu erwähnen, was passiert, wenn sie männliche Looner fragen würden, ob sie ihnen private Videos schicken könnten. Daher bin ich zuversichtlich, dass es die Welt überleben wird, wenn nicht noch ein Mann sich selbst auf einem Ballon filmt.

Ich bin ehrlich, ich selbst habe mich auch schon ein paar mal dabei gefilmt. Ich war einfach neugierig, wie ich dabei aussehe. Jetzt habe ich die Antwort darauf –  es sieht furchtbar aus. Und ich persönlich möchte nichts produzieren, was ich als unansehnlich betrachte.

Oxana ist ein wundervolles und beliebtes Looner-Model. Wie fühlt es sich an ihr Ehemann zu sein? Wirst Du an irgendeinem Punkt eifersüchtig?

Das klingt womöglich etwas komisch, aber der Fakt, dass meine Freundin ein beliebtes Looner-Model ist, beeinflusst meine Beziehung zu ihr nicht wirklich. Ich habe Oxana schon immer verehrt, ihre Schönheit, ihre Grazie, ihre Güte, ihren scharfen Verstand und ihren Sinn für Humor. Ihre großartige Arbeit als Model ist lediglich eine Reflexion ihrer vielseitigen Perfektion.

Ob ich eifersüchtig werde? Ja, manchmal schon. Sie hat viele Fans, nicht alle sind taktvoll und freundlich. Aber wir vertrauen einander 110%, daher ist das kein Problem für uns.

Hilft Euer Hauptberuf Euch in irgendeiner Form beim Produzieren von Looner-Clips ?

Tatsächlich hilft uns das sehr! Als Krankenschwester hat Oxana sehr viel Geduld für die kompliziertesten Sessions und sie hat sehr starke Finger um viele Ballons zuzuknoten.

Meine Arbeit ist fast dieselbe wie bei TTR – ich erschaffe Inhalt für unterschiedliche Konzepte, ich vervollständige und realisiere Visionen, welche Du gerne sehen möchtest. Klar, meine Fähigkeiten im Bereich des Design, Filmschnitt und der Fotografie sind auch sehr hilfreich.

Erzähl uns doch ein wenig von Looner-Community in Russland.

Die Russische Looner Community ist klein. Ich vermute mal es sind etwa 200-300 Personen (entsprechend der Anzahl aktiver Mitglieder von lokalen Looner-Seiten). Wir haben ein old school Onlineforum und unterschiedliche Gruppen bei VK. Viele ältere Looner, welche sich noch an die USSR erinnern, blicken nostalgisch auf die alten Sowiet-Ballons (bakovka) zurück. Vielleicht hat der Ein oder Andere sie in Videos von BalloonHeart gesehen – extrem weiche und empfindliche Luftballons in sanften Kristallfarben. Zu schade, dass die Produktion schon vor langer Zeit eingestellt wurde.

Unsere Gesellschaft ist ziemlich konservativ, also verstecken die meisten Looner ihre Vorliebe vor jedem, selbst vor Freunden und Familie. Aber das scheint ja für viele Looner ein eher gewöhnliches Verhalten zu sein.

Zusammengefasst, wie würdest Du aus Deiner Sicht die Ballonfetisch-Community beschreiben? Sind Dir irgendwelche Veränderungen innerhalb der letzten Jahre aufgefallen? Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Die meisten Looner sind eher passive Konsumenten. Aber ich freue mich darüber, dass viele Leute aktiver geworden sind. Mehr Posts, Diskussionen, mehr Inhalt, mehr neue Studios. Eine Community lebt erst dann, wenn in ihr etwas passiert, daher wünsche ich mir, dass mehr Menschen Inhalt generieren.

Das größte Glück aller Looner ist, so denke ich, solch tolle und leidenschaftliche Menschen, wie Jan und Dich an ihrer Seite zu wissen. Ihr Zwei leistet extrem gute Arbeit – Ihr versorgt Looner mit großartigen Ballons, produziert schönen Inhalt und stellt den Fetisch der Welt vor. Wenn nur ein Prozent aller Looner nur halb so aktiv und produktiv wie ihr wärt, würde der Ballonfetisch sicher der trendigste Fetisch aller Zeiten werden. Way to go!

DANKE VAL. Danke für Deine Offenheit und Deine lieben Worte. Ich wünsche Oxana und Dir viel Spaß mit Eurem „Familienhobby“. Auf viele weitere Experimente! – Maggy BerLoon

17 Antworten
  1. fich
    fich says:

    Das Interview ist klasse. Val hat an vielen Stellen den Nagel auf den Kopf getroffen, wie z.B. dass die meisten männlichen Looner eher passive Konsumenten sind. – Die Story, wie er Oxana seinen Fetisch „gebeichtet“ hat, sollte eigentlich den männlichen Loonern, die eine Frau oder Freundin haben, Mut machen, wie die Sache auch weitergehen kann. – Konzepte kopieren ist in der Looner- Szene ja nichts Neues, da hat eine gewisse Dekadenz fast schon Kopierschutz- Funktion. Denn nicht jeder kann sich ein Penthouse mieten und das Set kopieren. Und Oxana? Ganz ehrlich: eine Abenteurerin mit Sinn für Genuss. Sicher ist man als Deutscher immer ein bisschen begeistert, wenn man(n) eine Russin auch tagsüber mit perfektem Make up, engen Klamotten und High Heels sieht, aber die Performance, die Oxana in ihren Clips bringt, zeigt, dass da mehr hintersteckt. – Persönlich finde ich es schön, auch außergewöhnliche Sujets umzusetzen. Jede Schickse, die nach Shades of Grey BDSM und Fetisch für ach so toll hält, wird mit billigen Pumps vom grünen D und Fingernägeln im Nagelstudio vom Verbrauchermarkt gemacht nun Ballons zerknallen … aber so etwas wie den Bad Mood- Clip mit dem Zerscherbeln des Weinglases glaubwürdig herüberzubringen ist schon eher die hohe Schule. – Oxana und Val sind ein Paar, welches das Bild vom Looner als zurückgezogenen, beruflich und gesellschaftlich erfolgfreien und ausschließlich im Internet präsenten Looner, sehr positiv widerlegen. Find ich pervers gut!

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      • Karl Flemm
        Karl Flemm says:

        „Pervers gut“
        Das bedeutet für mich eigentlich etwas abartiges und mehr negatives.
        Looner gehen mit dieser Neigung zu Luftballons sicherlich einen Weg, der für viele Menschen nicht so recht nachvollziehbar ist. Aber als pervers sollte das auf keinen Fall dargestellt werden. Der Looner oder die Loonerin hat nur einen Weg gefunden, das Liebesspiel für sich alleine oder mit Partnern anders zu gestalten, und es so vielleicht viel intensiver zu erleben. So lange das ohne Zwang geschieht ist es für mich nicht pervers! Auch wenn diese Ausdrucksweise vielleicht anders gemeint ist, so könnte das doch falsch verstanden werden und den Loonern zum Nachteil werden.

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        • fich
          fich says:

          Das sehe ich anders. Pervers gut ist das Analogon zum Like- Button in einem großen, in Sint Odilienburg gehosteten BDSM- und Fetisch- Netzwerk. Und so ist es gemeint. Ich sehe, dass Looner mit sozialer Phobie und/ oder geringem Selbstwertgefühl Probleme mit „pervers gut“ haben könnten. Ich bin ein Fetischist, lebe mich aus – so besuche ich z.B. morgen Abend wieder eine Fetischparty in Stuttgart – und genieße Fetisch. Ich fühle mich irritiert, dass das „Pervers gut“ infrage gestellt statt respektiert wird. Und würde es besser finden, wenn mehr pervers gute Sachen im Loonersektor laufen würden. 🙂

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          • Karl Flemm
            Karl Flemm says:

            „das Analogon“
            Jetzt wird es für mich, einem kleinen Handwerksmeister mit einfacher Schulbildung, schon etwas schwer verständlich. Unter dem Begriff Fetisch laufen ja sehr viele und sehr unterschiedliche Handlungen. Sie alle haben aber den Hintergrund, die sexuelle Lust und die Gefühle bis zu Höhepunkt zu steigern. Da gibt es durchaus Praktiken, die schon in den Bereich pervers eingestuft werden können. Da gehört auch der hier erwähnte Fetisch BDSM zu. Doch da gibt es doch einen sehr großen Unterschied zum Looner-Fetisch. Ich möchte das jetzt hier nicht näher beschreiben, da mir dazu auch die benötigte Erfahrung fehlt. Hier in diesen Blog geht es doch in erster Linie um die Looner. Diese Fetischart halte ich für eine sehr saubere Sache, die keinem anderen Menschen (auch mit seinem Einverständnis) Schmerzen oder sonstige Nachteile zufügt. Was dabei kaputt geht ist höchstens der Luftballon. Deshalb bin ich der Meinung, wenn über diesen Blog über den Luftballon-Fetisch geschrieben wird, dann sollte so ein Wort wie „PERVERS! nicht vorkommen.

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            • Alex
              Alex says:

              Ach mensch Leute. Pervers war doch nur ein ein Synonym dafür auszudrücken wie gut er das findet. Sowas wie “Derbe geil, Hammerhart, übelst dufte, super schön“ und so weiter… Muss doch nicht gleich die Goldwaage ausgepackt und über die Verwendung dieses einen Wortes sinniert werden.

              Mein Lehrer hätte damals gesagt “Thema verfehlt – 6 setzen!“ ;D

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              • fich
                fich says:

                Ich bin Looner, Fetischist und anderen Fetischen, sowie BDSM aufgeschlossen. Wenn ich spiele, dann auch nach BDSM- Ritus. Gerade bei aufwändigen Ballon- Dekos macht ein Safeword beispielsweise Sinn. Und alles, was sicher, besonnen und einvernehmlich ist, kann nicht pervers sein. Und Fetische zu werten? Das ist Onewayism. Hätte Oxana E. zum Beispiel den Fetisch ihres Mannes bewertet statt mitgemacht … hätten wir einiges weniger zu sehen.

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                • Maggy BerLoon
                  Maggy BerLoon says:

                  Wir alle sind Menschen, wir alle haben Sex und wir alle tragen irgendeine Art von Vorliebe oder sonstige Dinge in uns, die uns anmachen! Egal ob BDSM (was im Übrigen enorm facettenreich, komplex und spannend ist) Ballons, Lack/Leder/Latex, Nylon, Füße, AgePlay, Plüsch und so weiter und so fort, spielt keine Rolle. Die Liste an Vorlieben, Praktiken etc. ist enorm lang, viele sind wunderbar kombinierbar, es kommen immer wieder neue hinzu und die Grenzen verschwimmen.
                  Wir leben in einer komplexen aufregenden Welt, welche uns eine Selbstverwirklichung unabhängig von bestehenden Rollenbildern ermöglicht, „Schublade auf, Schublade zu“ ist von gestern.
                  Über etwas zu urteilen, wovon ich selbst nicht viel Ahnung habe, ist ein Verhalten, welches ich wohl nie nachvollziehen und keineswegs unterstützen kann. In diesem Sinne sollte man auch nicht jedes Wort auf die Goldwage legen und Neuem vielmehr mit Offenheit, Toleranz und Respekt begegen und es als mögliche Bereicherung sehen, welche den eigenen Horizont bereichern kann. Und genau darum geht es hier im Blog! Jede Art von Crossfetisch/Erfahrungen/Fragen/Austausch/Wortakrobatik ist herzlich willkommen. Anfeidungen/Verurteilungen oder Ähnliches sollen doch bitte woanders ausgetragen werden. So!

                  Ich für meinen Teil lasse mich heute im Feierabend schön auf einem Riesenballon fesseln und gebe mich dann ein wenig dem Spanking hin. Warum? Weil ich es pervers geil finde.

                  So Freunde, lebt Euch aus und gebt Euch Euren Gelüsten hin, was auch immer das bedeuten mag (dass das einvernehmlich passiert, sollte selbstverständlich sein).

                  – Das war mein Wort zum Sonntag an einem Donnerstag – Ende & Aus – 🙂

                  Antworten
                    • Karl Flemm
                      Karl Flemm says:

                      Ich habe viel mit Luftballons zutun und wenn ich dabei schon mal das Thema Looner und Fetisch anbringe, bekomme ich nicht selten dumme Gesichter zu sehen und die Antwort, dass das doch wohl pervers sei. In diesen Blog kommen sicherlich nicht nur Leute, die Looner oder sonstige Fetischisten sind, die sich also damit gut auskennen. Die Luftballonliebhaber sind für mich die, die wirklich einen sehr sauberen Fetisch haben. Mir ging es nur darum, das Leute die aus Neugier oder zufällig mal hier her kommen, nicht gleich über das Wort „Pervers gut“ stolpern und somit auch hier Missverständnisse dadurch entstehen. Aber wenn das hier auch von den Blog-Betreibern als gut angesehen wird, ist es schon in Ordnung so.

            • Helios
              Helios says:

              +Karl Flemm

              Bin absolut deiner Meinung.
              Pervers ist negativ gemeint und hat auch nix mit „niedrigem Selbstwertgefühl“ zu tun.

              Antworten
              • fich
                fich says:

                Das kann ich mir nicht vorstellen. Ein Fetischist, der den eigenen Fetisch als „sauber“ darstellt, schließt ein, dass andere Fetische wie die hier thematisierte Schmerzerotik folglich „dreckig“ und abzulehnen sind. Dabei geht es noch nichtmals um NS oder KV. Dieser Zwang zur positiven Abgrenzung belegt ein niederes Selbstwertgefühl oder einen Onewayism, dass Fetisch nur so wie der eigene geht. Wer schonmal in einem Studio oder auf einer Fetischparty beigewohnt hat, wie Pärchen, sei es bei Spanking oder auch z.B. bei Bondage miteinander im Spiel versinken können, wird eher Toleranz gegenüber andersartigen Fetischen aufbauen können, selbst wenn es Erniedrigung durch NS ist.
                Persönlich mag ich z.B. Trampling in Kombination mit Luftballons Zertreten – als Teppich, und die Herrin trägt natürlich Heels. Herrlich. Ein mögliches Problem sehe ich bei vielen Loonern, die Nonpopper sind, dass sie schon bei der absichtlichen Zerstörung des Ballons intolerantes Verhalten zeigen.
                Und das, was uns Oxana und Val zeigen … ist weiterhin pervers gut! Und einen Riesenballon schön weich, und dann Spanking … aua, ja … stelle ich mich auch als pervers geil vor. Und wenn man als Dom mit der Gerte daneben haut, ist die Subby schlagartig ein Stockwerk tiefer…

                Antworten
  2. Alex
    Alex says:

    Wie recht er doch hat! Ich erwische mich auch jedes mal wie ich nur auf eurer Seite schaue ob es was neues gibt, das lese, mich ärgere das kaum ein Kommentar darunter steht aber selbst auch nix kommentiere.
    Das find ich immer sehr schade da ihr euch so viel Mühe gebt in all eurer Beschäftigung noch Beiträge zu generieren die dann allerdings scheinbar ungelesen im Verlauf verschwinden. Aber ich glaube es erscheint nur undankbar. Ich denke die meisten freuen sich, genau wie ich, wenn ein neuer Artikel erscheint.

    Aber auch nur so habe ich die Loonercommunity kennen gelernt. Keiner macht einen Mucks zu einem Thema, alle lesen nur still mit.

    Aber wie gesagt, seid euch unseres Dankes sicher und lasst euch von zu geringer Reaktion nicht entmutigen 😉
    Ihr macht das echt ganz toll und ihr habt meinen vollen Respekt für die Arbeit die hier drin steckt welche aber nicht sichtbar ist…
    Grüße in die neue Heimat =)

    Wer Feler findet … janz toll…

    Antworten
  3. Dirk
    Dirk says:

    Hi Maggy,

    kleiner Schreibfehler auf Grund der sehr wahrscheinlichen Autokorrektur. Es sind „sowjet“ Ballons und nicht „soweit“ Ballons 🙂

    Gruß Dirk

    Antworten

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