Meine Looner Background-Story

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Wie ich den Ballonfetisch entdeckt habe und zum Looner wurde

Es gibt mehrere verschiedene Möglichkeiten eine Vorliebe oder sogar einen Fetisch für etwas zu entwickeln, die wiederum von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden.

Von vielen Loonern weiß ich, dass die Meisten ein einschneidendes, oft angsteinflößendes Erlebnis mit Ballons in ihrer Kindheit hatten, was im Nachhinein zu einer entsprechenden Faszination für eben solche führte. Ich hatte in meiner Kindheit nur schöne Erlebnisse, an die ich mich nicht sonderlich erinnern kann. Es war nix Einschneidendes dabei. Bei mir gab es jedoch ein anderes wichtiges Ereignis in meinem Leben: ich habe meinen jetzigen Ehemann und Partner Jan kennengelernt!

Im Mai 2006 sind wir zusammengekommen und haben schnell gemerkt, dass wir wie Arsch auf Eimer zueinander passen. Die erste gemeinsame Zeit war sehr aufregend, spannend und schön. Wir wollten alles gemeinsam machen, keine Geheimnisse haben und vor allem in jeder Hinsicht ehrlich zueinander sein. So kam es, dass wir eines Morgens gemeinsam im Bett lagen und Jan mich nach meinen sexuellen Vorlieben fragte. So stiegen wir in das Thema ein und natürlich wollte ich auch von ihm wissen, worauf er steht. Es sollte ja keine Geheimnisse zwischen uns geben. An dieser Stelle wurde er sichtlich unsicher und wollte zunächst nicht mit der Sprache rausrücken. Natürlich wurde ich dadurch nur noch neugieriger, aber auch zugegeben etwas beunruhigt, weil ich nicht wusste, was mich wohl Schlimmes erwartet, wenn er solche Probleme hat, es mir zu sagen.

Dann gab Jan sich einen Ruck und sagte: „Ich stehe auf Luftballons!“

Ich war gleichzeitig erstaunt, happy, gerührt, höchst neugierig und überaus erleichtert. In meinem Kopf wurde es immer bunter vor lauter Fragen und Gedanken. Jungfräulich wollte ich alles darüber wissen. Wie geht das? Was ist gut daran? Was für Luftballons gibt es? Und so weiter und so fort.

Es folgte ein langes, interessantes, lustiges und aufklärendes Gespräch über den Ballonfetisch. Fassungslos machten mich dabei jedoch nur zwei Dinge. Zum Einen, die immense Bandbreite an Luftballons und das ich davon noch nie etwas mitbekommen habe und zum Anderen, dass es Jan so schwer viel, ja er sich fast schon dafür schämte, mir davon zu erzählen. Ich dachte mir die ganze Zeit: „Es sind doch nur Ballons? Wie cool ist das denn? Da ist doch nix Schlimmes dran!? Ich will das ausprobieren!“. So kam es dann auch.

In den Tagen, Wochen und Monaten danach lernte ich mit Jans Hilfe die Welt der Luftballons und deren Vorzüge kennen.

Mal wurden sie in unser (Sex-)Leben mit einbezogen und mal nicht, immer nach Lust und Laune und so ist es auch heute noch.  Lange Zeit habe ich mich jedoch selbst nicht als echten Looner gesehen, bis ich vor einigen Jahren erkannt habe, dass ich nicht mehr auf Ballons verzichten kann und möchte und der Ballonfetisch zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden ist! Ja, ich bin Looner und froh darüber eine ausgefallene und schöne Vorliebe zu haben!

Das ist mein Looner-Hintergrund und an dieser Stelle möchte ich Dir, Jan dafür danken, dass Du meinen Horizont erweitert hast! DANKE DANKE DANKE!

10 Kommentare
  1. Lukas
    Lukas sagte:

    Eine sehr interessante Geschichte und – wie ein Vorredner bereits anmerkte – vermutlich der Traum eines jeden Looners, ein Partnerin zu haben, die diesen Fetisch nicht nur toleriert, sondern sogar selbst Gefallen daran findet! Du hast ja in einer Antwort „Kommunikation ist alles“ geschrieben. Denke, dass muss ergänzt werden. Kommunikation und (sexuelle) Offenheit sind alles. Eine Frage an dich Maggy: Woher glaubst du kommt die Angst/Scham so vieler (nicht nur von deinem Mann), offen über diesen Fetisch zu reden? Liegt es speziell an diesem Fetisch? Oder an „Fetisch“ generell? Ob ein Nylonfetischist dieselben Probleme hat, offen darüber zu reden? Haha ok jetzt sind es doch vier Fragen geworden^^

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    • maggyberloon
      maggyberloon sagte:

      Erst einmal vielen lieben Dank Lukas!
      Ich gebe dir absolut recht was das Thema „Offenheit“ betrifft. Aus meiner Sicht ist dies eine grundlegende Eigenschaft, die den Umgang/Kommunikation etc. im Bezug auf alle Themen und Bereiche maßgebend beeinflusst. Für mich ist dies selbstverständlich, aber mit Sicherheit nicht für Alle, daher danke ich dir für die Ergänzung!

      Woher die Angst/Scham im Umgang mit dem Ballonfetisch und oder grundsätzlich mit der eigenen Sexualität kommt, hängt sicherlich mit vielen verschiedenen, sowie subjektiven Faktoren, wie z.B. das eigene Selbstwertgefühl, zusammen und ich denke nicht, dass es DIE EINE Antwort darauf gibt.
      Grundsätzlich ist Sexualität ja etwas sehr Intimes, mit der eine natürliche Scham einhergehen kann, da spielt die Art der Vorliebe nicht unbedingt eine Rolle. Wenn man z.B. Small Talk mit einer beliebigen Person macht, spricht man ja auch nicht unmittelbar über eigene Vorlieben und Fetische, was auch völlig in Ordnung so ist. Ein Problem sehe ich lediglich darin, wenn man sich über das Thema Sexualität austauschen möchte, dies jedoch „nicht kann“, da man sich nicht traut, schämt etc. Dies wird sicherlich auch durch den Umgang unserer Gesellschaft (und unseres näheren Umfeldes) mit diesem Thema beeinflusst. Ich bin der Meinung, dass es, überspitzt gesagt, Fetische gibt, wie z.B. SM, Nylon, Latex, Leder, etc., welche „etabliert und anerkannt“, ja fast schon IN, sind und daher die Scham im Umgang damit relativ gering ist (wobei das natürlich ganz individuell bleibt). Der Ballonfetisch jedoch ist größtenteils noch sehr unbekannt und daher noch nicht so etabliert, wie manch andere Vorlieben, was eine verstärkte „Angst vor Ablehnung“ hervorrufen kann, so ist zumindest mein Eindruck Die gängige Assoziation mit Ballons ist doch, dass es sich dabei um ein Spielzeug für Kinder und einen Dekogegenstand handelt, nicht aber um ein Sexspielzeug…und das gilt es zu ändern meiner Meinung nach ;).

      Antworten
      • Lukas
        Lukas sagte:

        Einfach toll, dass du dir so viel Zeit für die Antworten nimmst und wirklich sehr ausführlich schreibst!! Danke!!!
        Stimme dir eig auch in allen Punkten zu! Meinte auch beim Thema „über den Fetisch sprechen“ speziell Beziehungen, in denen das besprochen wird: denke auch, dass es da aus oben genannten Gründen leichter fällt, über einen Nylon- oder Latexfetisch zu reden als über den Ballonfetisch.
        Und abschließend dazu: Wenn es jemanden gibt, der daran arbeitet, die Assoziation mit Ballons zu ändern, und das auch noch im positiven Sinn, dann bist (seid) du (ihr) das!! Auch dafür nochmal ein Danke!

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  2. Tom
    Tom sagte:

    Meine Frau hat sich in Deiner Schilderung sehr gut wiedererkannt.;-)
    Bei uns war es ziemlich ähnlich. Ich wußte ebenfalls nicht so richtig wie ich meine Faszination für Ballons ihr denn am Besten sage.
    Sie rechnete echt schon mit schlimmen Dingen..
    Umso erleichterter war Sie dann das es nur Ballons sind.
    Mittlerweile gehören Luftballons fest zu unserem Leben und auch vor Freunden sind wir was Ballons angeht mittlerweile sehr offensiv.
    Unsere ständigen Ballondekorationen in unserer Wohnung ist bis jetzt immer gut angekommen.

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  3. Alex
    Alex sagte:

    Sehr schönes Bild. Eine noch schönere Geschichte. Und sicher der gelebte Wunsch eines jeden Looners seinen Partner oder Partnerin von seiner Vorliebe zu begeistern und in dessen Bann zu ziehen.

    Ich wünsche noch viele bunte Tage =]

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    • maggyberloon
      maggyberloon sagte:

      Danke fürs Lob Alex, da freue ich mich sehr drüber!
      Mit dem richtigen Partner, sollte dies, sowie vieles andere, kein Thema sein. Kommunikation ist alles ;).
      Lieben Gruß!

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