Climb-In-Ballons, Einsteigeballons, Künstlerballons – Wie der Einstieg klappt und worauf Du achten solltest!

– GASTBEITRAG: Eine Anleitung zum richtigen Umgang & Einstieg in Riesenballons, geschrieben von Co-Autor Andi – 

Zuerst einmal darf ich mich kurz vorstellen. Ich bin Andreas, 24 Jahre alt und komme aus dem schönen Allgäu und habe eine besondere Vorliebe für Ballons und alles, was aufblasbar ist. Im folgenden Beitrag möchte ich über Climb-in Ballons berichten, wie Ihr den richtigen Ballon auswählt, sie aufbläst und wie Ihr am besten ein- und aussteigt.

Achtung!

Climb-in Ballons solltet Ihr beim Einsteigen nur unter Aufsicht verwenden, es besteht, wenn die Luft im Ballon nicht regelmäßig getauscht wird, eine gewisse Erstickungsgefahr. Des weiteren zieht sich die Ballonhaut sehr eng zusammen, wenn die Luft entweicht und Ihr gerade innerhalb des Ballons seid. Wenn niemand dabei ist, der Euch mit einer Schere aus dem Ballon befreit, kann es sehr brenzlig werden, denn alleine könnt ihr Euch so kaum befreien!!! Ich möchte diese Gefahr nicht zu streng sehen, aber Ihr solltet diesen Aspekt definitiv im Hinterkopf behalten.

Was sind denn überhaupt Climb-In Ballons und welche Ballons eignen sich zum Einsteigen?

Climb-in Ballons, oftmals auch Künstlerballons oder Einsteigeballons genannt, sind Riesenballons ab einem Durchmesser von ca. 160 cm. Sie zeichnen sich durch einen überdurchschnittlich großen Hals aus, der es ermöglicht in einen aufgeblasenen Ballon einzusteigen. Ich persönlich benutze dafür gerne einen gewöhnlichen CATTEX 72″ Ballon (D=ca. 180 cm), aufgrund des ordentlichen Halses und der dicken Haut, sowie des angemessenen Preises. Es gibt aber auch einen speziellen CLIMB IN Ballon von CATTEX, welcher einen noch größeren Hals, aber den gleichen Durchmesser, wie der 72“ Ballon hat. Jedoch ist dieser Spezialballon ein wenig teurer im Vergleich zu einem gewöhnlichen Cattex 72″. Daher müsst Ihr selbst abwägen, ob Ihr den breiten Hals bevorzugt oder lieber ein etwas günstigeres Exemplar wählt, welches qualitativ genau so hochwertig ist, bei dem es aber nicht so schlimm ist, wenn es mal einen Platzer gibt. Bei der Auswahl des Ballons bzw. der Größe ist auch die vorhergesehene Verwendung zu beachten. Sprich, wie viele Personen in den Ballon sollen, die Körpergröße und der Körperbau der Einsteiger.

Vorbereitung VOR dem Einstieg

Sucht Euch erstmal einen Platz, der ausreichend groß ist, um den Ballon aufzublasen. Beachtet, dass der Durchmesser, über den Hals gemessen, größer ist als der Angegebene. Des weiteren lassen sich diese Riesenballons ohne Probleme extrem überblasen bis sie einen riesigen Hals bekommen, so dass der Platz schnell ausgehen kann.

Es sollten sich keine spitzen Gegenstände in der Nähe befinden, logisch. Am besten benutzt Ihr eine weiche Unterlage, dass macht es anschließend bequemer im Ballon. Jedoch achtet darauf, ob sich der Untergrund z.B. elektrostatisch aufladen kann, was dem Ballon natürlich schadet. Ich persönlich verwende als Unterlage immer ein unbeflocktes Luftbett, dass ich ziemlich stramm aufpumpe. Denn sinkt die Unterlage zu weit ein, besteht die Gefahr, dass der Ballon platzt, da eine Stelle überlastet wird.

Nun braucht Ihr eine Pumpe, die so einem Ballon gewachsen ist und ein ordentlichen Luftdurchsatz hat. Ein Ballon mit 180cm Durchmesser hat ein Volumen von gut 3000l Luft. Ich empfehle hier eine „Zibi Z500„, da sie einen enormen Luftdurchsatz hat. Sie hat mitgelieferte Adapter und ist für Riesenballons sehr gut geeignet. Auf die Adapter kann man einen langen Schlauch setzten, so kann die Pumpe am Boden stehen bleiben, die Bedienung erfolgt dann mit dem Fuß. Das ist ganz einfach, da die Pumpe ein großen Taster hat. Zum Verschließen benutze ich entweder große Ballonclips aus Maggy´s Shop, alternativ könnt Ihr aber auch eine Schnur benutzen.

Jetzt zum Ballon selbst. Diesen solltet Ihr vor der Verwendung leicht mit Talkum einpudern, was das Einsteigen erleichtert. Weiterhin sollte er mindestens Raumtemperatur haben, stets trocken und dunkel gelagert worden sein, um Beschädigungen durch Kälte, Hitze, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung zu vermeiden.

Nachdem soweit alles vorbereitet ist schreiten wir zur Tat

Ihr könnt ohne intensives Vordehnen in den Ballon einsteigen. Wenn Ihr diesen jedoch vordehnen möchtet, gebe ich Euch im Folgenden ein paar Tipps zum Ablauf:

Nehmt den Ballon und blast ihn auf ca. 50-60 cm auf. Nehmt in von der Pumpe, verschließt ihn und knetet ihn richtig durch. So dass alle Stellen inklusive Hals richtig gut vorgedehnt werden. Dann lasst die Luft wieder ab. Blast den Ballon nun zu ca. 80% auf, anschließend verschließt Ihr ihn wieder. Jetzt könnt Ihr ihn gleich optisch überprüfen, beispielsweise auf dünne Stellen. Nach ein paar Minuten lasst die Luft wieder ab. Durch das leichte Aufblasen habt Ihr die Spannung aus dem Material genommen, was einerseits Frühplatzern vorbeugt, andererseits wird der Ballon im Nachhinein durch die Vordehnung größer. Vermeidet, dass der Ballon jetzt mit warmen Sachen in Berührung kommt, denn dadurch zieht sich die Latexhaut wieder zusammen. Passiert dies nicht gleichmäßig so kann es beim nächsten Aufblasen sein, dass er sich nicht ausgewogen dehnt und er vor Erreichen der Nenngröße platzt. Blast den Ballon nun auf volle Größe auf und lasst ihn wieder ein paar Minuten ruhen.

In der Zwischenzeit bereitet Ihr Euch auf das Einsteigen vor. Die Person, die einsteigt, sollte sich nun Gedanken über die Kleidung machen. Wenn Ihr nackt einsteigen wollt, empfehle ich vorher zu duschen, denn der evtl. vorhandene Schweiß erschwert das Einstiegen. Wollt Ihr mit Kleidung einsteigen, zieht Ihr am besten hautenge Kleidung an, z.B. ein Top und Leggins, ganz hervorragend geht es auch mit Skiunterwäsche. Auf Schuhe solltet Ihr verzichten. Träger von Schmuck jeglicher Art sollten diesen ablegen. Wer lange Haare hat, bindet diese am besten zusammen oder trägt eine Mütze. So sind Eure Haare nicht im Weg, bzw. verheddern sich nicht im Ballonhals, was schmerzhaft enden kann.

Das Einsteigen – ALLEINE

Willst Du alleine einsteigen (für Anfänger nicht zu empfehlen), so halte den Hals mit der Hand zu und entferne den Clip. Greife nun mit jeder Hand an eine Seite des Ballons so, dass möglichst keine Luft entweicht. Neige Deinen Kopf nach unten, so dass der Balloneingang vor Deiner Kopfoberseite ist. Nun zieh mit Deinen Händen den Hals auseinander und steck schnell Deinen Kopf rein und zieh das Mundstück runter bis zu Deinem Hals. So als würdest Du eine Mütze anziehen, klappt das nicht gleich beim ersten Versuch, bitte nicht verzweifeln, das bedarf ein wenig Übung.

Kleiner Tipp am Rande: Erscheint der Hals zu eng, schneide die Halswulst mit einer einfachen Schere sorgfältig ab. Beachte aber, dass der Schnitt gerade und durchgängig ist, sonst reißt der Hals wenn Du einsteigst.

Ist der Kopf nun drin, dann sind die Arme dran. Zunächst einer. Stell Dir einfach vor, dass Du Dir einen Pulli anziehst. Halte dafür die Hand eng angelegt an Deinem Körper, direkt unterhalb des Halses. Mit der zweiten Hand ziehst Du den Ballonhals von Deinem Hals weg und schiebst die erste Hand gerade nach oben in den Ballon hinein. Zieh den Ballon nun an der Seite, an der Dein Arm schon drinnen ist, ein wenig nach unten. Ansonsten könnte an der Achsel, aufgrund der Anatomie des Menschen, ein wenig Luft entweichen.

Nun zum zweiten Arm. Leg diesen auf Deinen Bauch unterhalb des Ballonhalses. Drück mit der Hand, welche im Ballon ist, gegen den Halsrand und schieb die zweite Hand Stück für Stück rein. Wenn beide Hände drinnen sind, zieh den Ballonhals von innen an Dir herunter, weiter bis über Deine Hüfte. Wenn die Raumhöhe bis zu diesem Schritt nicht ausreicht, kannst Du auch auf die Knie oder in die Hocke gehen. Wenn der Ballon nun unterhalb Deiner Hüfte ist, drück den Hals in einem Zug ganz runter bis zum Boden. Steige dort mit den Füßen auf den Hals, packe mit den Fingern den Hals und verschließe diesen. Nun hast Du es geschafft und der Spaß kann losgehen. Hoffentlich hast Du noch genügend Luft im Inneren, ansonsten solltest Du Dich befreien.

Das Einsteigen – mit Hilfe von einer anderen Person

Wenn Du einen oder mehrere Helfer zum Einsteigen hast, können diese mit ihren Händen den Hals weit aufziehen und Du kannst ohne Problem in den Ballon einsteigen. Am einfachsten ist es, wenn Du hierfür Deine Hände spitz nach oben hältst und Dein Helfer den augeblasenen Ballon auseinder- und ihn dann über Dich drüber zieht. Wenn dabei etwas Luft entweicht ist das überhaupt nicht schlimm. Diese kann man ja dann problemlos von außen nachpumpen.

Das Aussteigen

Entweder lasst Ihr den Luftballon einfach platzen oder dreht den Ballon mit dem Hals nach oben. Öffnet dann den Verschluss und steck zuerst Deinen Kopf heraus. Anschließend beide Hände, dann den Rumpf und zum Schluss die Füße. Wenn es zu schwer geht, lasst die Luft ein wenig ab, dann ist der Ballon niedriger, das unterstützt das Aussteigen.

So viel zum Ablauf, jetzt seid Ihr an der Reihe. Viel Spaß!

5 Kommentare
  1. boris heese
    boris heese sagte:

    Hallo ihr lieben ich habe mal ne frage an euch alle . Wie ist eure Lieblings Methode Ballons zum Platzen zu bringen was ich meine ist welche Art bevorzugt ihr und was ist empfinden dabei , mögt ihr alle Platz varianten oder nur spezielle .Welche Ballons bevorzugt ihr und wie oft blast ihr sie auf vorher müssen sie nach einmaligen Gebrauch weg oder erst nach Tagen an welche stelle lasst ihr den Ballon platzen nehmt ihr dazu Gegenstände wie Nadel Messer ,usw habt ihr spezielle Empfindung dabei erregt euch es .Würde gern was dazu von euch lesen .Viele Grüsse euer Boris

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  2. boris heese
    boris heese sagte:

    Hallo ich würde es sehr begrüssen so was zu machen und sich mit looner auszutauschen und seine Erfahrungen mit anderen zu teilen .Und Balloons zu Testen und mal sich kennenlernen .

    Antworten
  3. Karl Flemm
    Karl Flemm sagte:

    Das ist sehr gut geschrieben und auch ausführlich beschrieben.
    Ich habe einiges an Erfahrung damit und es sind nur Kleinigkeiten die ich etwas anders angehen würde. Wichtig ist aber, dass hier gleich zu Anfang auf gewisse Gefahren hingewiesen wird.
    Eine zweite Person, die gegebenenfalls von außen eingreifen kann ist schon wichtig. Aber noch viel wichtiger ist der regelmäßige Luftaustausch. Damit ist nicht nur das Nachfüllen von Luft gemeint, sondern wirklich das Austauschen, indem man so viel wie möglich an Luft ablässt und dann frische Luft wieder einfüllt. Was die Kleidung betrifft: Bleibt man längere Zeit im Ballon, wird es sehr nass darin. Besonders für Leute die stärker schwitzen. Der Schweiß und die feuchte ausgeatmete Luft sorgen für einiges an Wasser im Ballon. Ansonsten ist es schon sehr schön und beeindruckend, sich seine Umgebung mal von innen durch die Latex-Ballonhaut anzuschauen. Besonders die Looner dürften auf ihre Kosten kommen, wenn sie dann in dem Ballon noch viele andere Ballons aufblasen und damit spielen. Aller Anfang ist schwer! Möglicherweise geht beim ersten und auch beim zweiten Versuch der Ballon kaputt. Aber danach wird es meistens klappen und dann kommt auch Freude auf. Raus geht es in der Regel viel einfacher, auch ohne den Ballon zu zerstören. Mit der richtig erlernten Technik für „Rein und Raus“ kann der Einsteigerballon sogar mehrfach benutzt werden. Wichtig ist nur nach dem Gebrauch die gute Reinigung und Pflege.
    Es ist tatsächlich mal etwas anderes und nicht alltägliches, was sich lohnt oder „Loont“.
    Aber, ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass bei längerem Aufenthalt im Ballon der LUFTAUSTAUSCH besonders wichtig ist und das erst Recht, wenn man das alles doch alleine machen möchte.

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  4. fich
    fich sagte:

    Hallo Maggy,

    schöner und inforeicher Artikel. Mich würde es auch mal reizen, in einen Ballon zu steigen. Kann man so etwas mal im Rahmen eines Workshops mit Euch und anderen Lesern Eures Blogs machen? – Bei einer Fetischparty bin ich letztes Wochenende auf eine schöne Jugendstil- Villa im Ruhrgebiet gestoßen, wo sich so ein Workshop anbieten könnte.

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